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Grillzeit - schöne Zeit?!

Grill
Verpuffungen beim Anzünden des Grills sind schmerzhaft und hinterlassen hässliche Brandwunden. Jahr für Jahr passieren zwischen 3.000 bis 4.000 Grillunfälle, 400 bis 500 von ihnen enden mit schwersten Verbrennungen. Solchen Unfällen kannst du vorbeugen, denn mit Grips kann jeder sicher grillen.

 

 

Sicherheit geht vor !!!

(Quelle:www.feuer-tv.de)

Brandwunde 01

Der Grill sollte zunächst fest auf allen Beinen stehen und der Untergrund am besten Rasen oder Steinplatten feuersicher sein. Um die Kohle zum Glühen zu bringen, gibt es feste und flüssige Anzündhilfen. Sie dürfen auf keinen Fall verpuffen oder explodieren, müssen jedoch gleichzeitig gut zünden und dürfen natürlich auf dem gegrillten Essen nicht zu schmecken sein. Mit dem Prüfzeichen DIN 66358 bist du auf der sicheren Seite. Achtung: Für brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus, Terpentin oder Benzin gilt NO WAY! Diese verdunsten nämlich, wenn sie auf die Kohle gekippt werden, und es entsteht ein hochexplosives, brennbares Dampf-Luft-Gemisch in Form einer Glocke mit bis zu drei Metern Durchmesser. Zündet man dann die Grillkohle an, kommt es zu einer Verpuffung. Giesst du Spiritus in die Glut oder das Feuer nach, kann dir durch den Flammenrückschlag der Brennstoffbehälter sogar aus der Hand gerissen werden. Auch Fettspritzer können ganz schön schmerzhaft sein: Schürze, Handschuhe und ein gutes Wendebesteck schützen davor. Den heissen Grill solltest du nie tragen, sondern den Platz nur mit dem kalten Grill wechseln. Restglut lässt sich gut mit Sand löschen. Kohle niemals auf dem Rasen ausglühen lassen, denn zu gross ist die Gefahr, dass man mit nackten Füssen hineintritt. Natürlich gehört der Grill nicht unter den Sonnenschirm und er sollte auch nie ohne Aufsicht sein.

 

Verbrennung 3grad 02
Verbrennung 2. Grades

 

Mit ein paar einfachen Tricks steht nun dem echten Grillspass nichts mehr im Wege. Das Wochenende kann kommen! Fantasie und Geschmack sind keine Grenzen gesetzt, wenn ein Grillprofi wie du am Rost steht. Selbstbehandlung von Wunden. Während sich unsere Vorfahren mit Baumrinde, Kohlblättern und natürlichen Wachsen zur Behandlung ihrer alltäglichen Verletzungen behelfen mussten, stehen uns heute für jeden Zweck und in jeder Größe geeignete Verbandsmaterialien zur Verfügung. In der Hausapotheke sollte immer ein kleines Notfall-Sortiment vorrätig sein.

 

Verbrennung 3grad 01
Verbrennung 3. Grades

 

Für die Selbstbehandlung geeignet sind im Allgemeinen kleinere, oberflächliche und wenig gefährliche Verletzungen, die gut und von selbst heilen, und weniger Pflege bedürfen. Einige Grundsätze sollten aber auch dabei beachtet werden. So gehören die noch immer gebräuchlichen "Hausmittel" wie Mehl, Öl, Honig und Zucker nicht in eine Wundversorgung. Auch der großzügige Gebrauch von Antiseptika wie Jodlösung und Alkohol verzögert in der Regel die Wundheilung mehr, als er sie befördert. Ist eine Wunde stark infektionsgefährdet, weil z.B. Schmutz in größerer Menge eingedrungen ist, sollte ohnehin ein Arzt eine professionelle Wundversorgung vornehmen.Die haushaltsüblichen trockenen Verbandmittel wie Kompressen und Schnellverbände verkleben mit der Wunde und reißen diese bei jedem Verbandwechsel wieder auf.

 

Verbrennung 3grad 03
Verbrennung 3. Grades

 


Brandverletzungen


Ein besonderes Kapitel sind Brandverletzungen. Hier wird noch immer mit allerlei obskuren Rezepturen herumhantiert, die eigentlich allesamt überholt sind. Für eine leichte Verbrennung, etwa einen kräftigen Sonnenbrand oder eine Verbrühung mit heißem Wasser, ist nach intensivem Spülen mit kaltem Wasser eine ebenfalls wässrige, sehr leicht aufzutragende Lotion empfehlenswert.Schwerere Verbrennungen gehören in die Hand des Arztes, schon um unangenehme und behindernde Narbenbildungen zu vermeiden. Besondere Vorsicht auch bei scheinbar kleinen Wunden ist bei Diabetikern und immungeschwächten Personen geboten. Jede noch so kleine Verletzung an Füßen und Unterschenkeln sollte hier einer fachkundigen Person vorgestellt werden. Auch bei Patienten mit schweren Krampfadern und ausgeprägten Venenerkrankungen müssen Wunden an den Beinen besonders intensiv behandelt werden.

Brandwunde 02

Verbrennungen und Verbrühungen

Definition: Verbrennungen und Verbrühungen sind schwere Schädigungen der Haut, der Hautanhangsgebilde und zum Teil auch der tieferliegenden Gewebe durch thermische Einflüsse. Daraus resultieren nachhaltige Auswirkungen auf den gesamten Organismus durch Störung der "vitalen Funktionen".

 

Verbrennung 3grad_mit_Trombosen 01
Verbrennung 3. Grades mit Trobisen

 

 

Ursachen:

Verbrennungen lassen sich in 5 Kategorien einteilen:
- Trockene Thermische (Flammen, Strahlungshitze, Explosionen)
- Feuchte Thermische (heiße Flüssigkeiten, Dampf)
- Flüssige Chemikalien (Säure, Laugen, organische Verbindungen)
- Trockene Chemikalien (Puder, wie z.B. Zement/Kalk etc.)
- Mechanische (Reibung, Explosion)
- Strahlung (Sonnenbrand, Radar, Ionisierung)

Je nach Intensität und Art des einwirkenden thermischen Mediums auf die Haut kommt es zur Ausbildung der Verbrennungswunde in unterschiedlichen Schweregraden. Dadurch ist die Wunde abhängig von:
- Temperatur
- Einwirkungsdauer
- Art der Wärmequelle

Entscheidend für die Schwere der Verbrennung / Verbrühung sind vor allem 2 Faktoren:
- Verbrennungsgrad
- Fläche

Dabei sind großflächige schwere Brandwunden eine der schlimmsten Verletzungen, die ein Mensch erleiden kann.

Gradeinteilung :


Verbrennungsgrade


Berechnung der Verbrennungsfläche: Die Ausdehnung einer Verbrennung wird beim Erwachsenen mit der sogenannten NEUNER-Regel bestimmt, nach der den einzelnen Körperregionen die betreffende prozentualen Anteile zugeordnet werden.


Neuner Regel

 

Erste Maßnahmen bei Verbrennungen /Verbrühungen:

Bestehende Kleiderbrände löschen
Kleidung entfernen (bei Verbrühung wichtig)
Kühlung der betroffenen Stellen
Bestimmung des Verbrennungsgrades und Fläche
Kontrolle der Vitalzeichen (Puls, Blutdruck, Atmung)
Gegebenfalls Schocklagerung
Sauerstoffgabe
Gegebenfalls Verabreichung von Corticoidspray

 

klassische" Kaltwasseranwendung

Wirkungsprinzip:
- durch die Verdunstung des Wassers auf
der Hautoberfläche entzieht die Flüssigkeit
der Haut Wärme. Diesen Effekt nennt man Verdunstungskälte

- alle üblichen Verbrennungs-Sets arbeiten nach dem Prinzip der "Verdunstungskälte" und können wie die Kaltwasserbehandlung Hypothermien verursachen!


Durch die klassische Kaltwasseranwendung können klinisch relevante Unterkühlungen ausgelöst werden.

Warum entstehen Brandwunden????

- Schlechte Wärmeleitfähigkeit

Brandwunden entstehen, wenn die Haut Temperaturen von mehr als 50 bis 60 Grad ausgesetzt ist. Die Haut besitzt eine schlechte Wärmeleitfähigkeit und kann die Hitze nicht schnell genug verteilen. Es kommt zu lokalen Gewebeschädigungen. So rufen unter anderem offenes Feuer, heiße Herdplatten, Sonnenstrahlen, radioaktive Strahlen, Strom, hoch temperierte Flüssigkeiten und heißer Dampf Verbrennungen hervor. Auch schlecht sitzende Schuhe verursachen Brandwunden: Das Reiben des Schuhwerks auf der Haut erzeugt Hitze - erkennbar an den entstehenden Blasen.

 

Kleine Brandwunden selbst behandeln


Kleine Brandwunden (nicht größer als ein Geldstück), die eine Verbrennung zweiten Grades nicht überschreiten, können in der Regel ohne ärztliche Hilfe behandelt werden. Allerdings sollte man bestimmte Regeln beachten: Beispielsweise sind Brandblasen nicht zu öffnen, denn die Haut schützt die Wunde vor Keimen - der beste Schutz vor einer Wundinfektion. Offene Brandwunden sollte man desinfizieren und anschließend mit sterilen Wundauflagen abdecken. Bewährt haben sich unter anderem so genannte Polyurethan-Wundauflagen, die eine feuchte Wundheilung ermöglichen.

 

Schnelle Reaktion im Notfall

In einem Notfall müssen Betroffene sofort aus der Gefahrenzone gebracht werden. Eine Person, die Feuer gefangen hat, wird panisch ihrem Fluchtinstinkt folgen wollen. Ersthelfer müssen sie unbedingt daran hindern. Denn durch das Weglaufen entsteht ein Luftzug, der die Flammen zusätzlich anfacht. Vielmehr sollte die betreffende Person auf dem Boden hin- und hergerollt werden bis das Feuer erlischt. Alternativ kann man auch eine Wolldecke (keine synthetische Fasern) oder einen Feuerlöscher gegen die Flammen benutzen. Ein Feuerlöscher wird von unten nach oben auf die in Flammen stehende Person gerichtet. Wenn möglich sollte die Löschsubstanz nicht in Augen und Mund gelangen. Anschließend fordert man Hilfe unter der Notrufnummer 112 an. Über diese Nummer lässt sich sowohl auf dem Handy als auch auf dem Festnetz der Rettungsdienst erreichen.

Die auf Brandwunden aufliegende Kleidung sollte man entfernen - Textilien speichern die Hitze. Haben sich die Fasern allerdings in die Wunde eingebrannt oder kleben fest, dürfen sie keinesfalls mit Gewalt heruntergerissen werden. In diesem Fall verbleibt die Kleidung auf der Haut und wird später von einem Mediziner entfernt. Anschließend sind die betroffenen Hautpartien mit Wasser oder kalten Umschlägen für mindestens 15 Minuten zu kühlen. Die Temperatur darf jedoch nicht kälter als 15 bis 20 Grad sein. Ansonsten wird die Haut zusätzlich geschädigt, und es kann zudem zu Unterkühlungen kommen. Eisbeutel oder Eiswasser haben also nichts auf Brandwunden zu suchen. Auch darf ein Betroffener niemals vollständig in kaltes Wasser getaucht oder abgeduscht werden. Neben einer Unterkühlung riskiert man einen akuten Schock. Bei Verbrühungen empfiehlt es sich, die Haut erst mit kaltem Wasser zu kühlen bevor die Kleidung entfernt wird.

 

Bewusstsein, Atmung, Puls kontrollieren

Die gekühlten Wunden werden von Ersthelfern nicht gereinigt, sondern lediglich mit sterilen Wundauflagen bedeckt. Es sind Wundauflagen vorzuziehen, die nicht mit der Wunde verkleben wie aluminiumbeschichtete Kompressen. Bei großflächigen Verbrennungen muss regelmäßig das Bewusstsein, die Atmung sowie der Puls des Betroffenen kontrolliert werden - solange bis der Notarzt zur Stelle ist. Verliert ein Patient das Bewusstsein - Atmung und Puls sind jedoch noch vorhanden - bringt man ihn in die stabile Seitenlage. Bei einem Atemstillstand dreht man die Person behutsam auf den Rücken und wendet die Mund-zu-Nase- oder Mund-zu-Mund-Beatmung an. Ist auch nach zweimaliger Atemspende kein Puls zu fühlen, muss die Herz-Lungen-Wiederbelebung eingeleitet werden.

Brandwunde 03

Flüssigkeitsverlust ausgleichen

Bei Verbrennungen des Grads 2b und schwereren Brandwunden muss der entstandene Flüssigkeitsverlust unbedingt ausgeglichen werden. Die Patienten erhalten aus diesem Grund Infusionen (zum Beispiel Ringer-Lactat-Lösung). Schmerzen bekämpfen die Mediziner mit starken Schmerzmitteln wie Morphin. Offene Brandwunden werden verschlossen, damit keine Keime eindringen können. Bevor dies geschieht, muss der Arzt das abgestorbene Gewebe entfernen. Im Anschluss reinigt und desinfiziert der Arzt die Wunde, bevor sie mit einem Verband verschlossen wird. Verbände müssen regelmäßig gewechselt und die Wunde mikrobiologisch auf infizierende Keime untersucht werden. Bei großflächigen Brandwunden führen Fachärzte Hauttransplantationen durch. Dabei wird den Patienten Haut von einer unverletzten Stelle des Körpers entnommen und an der verwundeten Stelle wieder eingepflanzt.


Erste Hilfe bei Verbrennungen

So reagieren Sie schnell und richtig

- Die Brandwunden sofort mit kaltem Wasser kühlen

Neuner Regel
Gemütliche Grillpartys finden ein jähes Ende, wenn sich der Grillmeister oder einer der Gäste verbrennt. Stichflammen, leichtsinniges Spiel mit dem Feuer oder ein umstürzender Grill führen bei über 4.000 Menschen jährlich zu Verbrennungen. 80 Prozent der Verletzten sind Männer. Besonders gefährdet sind Kinder, die auf Augenhöhe mit dem Grill leicht Verbrennungen im Gesicht oder an Armen und Hände erleiden können.Erste Hilfe ist bei den Verletzten von entscheidender Bedeutung, damit keine bleibenden Schäden entstehen. Brennende Personen müssen sofort gelöscht werden. Die Flammen sollten mit einer Decke erstickt oder mit Wasser übergossen werden. Vorsicht beim Einsatz eines Feuerlöschers: Der Löschschaum darf nicht ins Gesicht kommen.Verbrannte Stellen sollten sofort mit kaltem Wasser übergossen (bild kühlen) und gekühlt werden, um eine Organsschädigung zu vermeiden. Entweder die betroffenen Körperteile unter fließendes Wasser halten oder so lange in kaltes Wasser tauchen, bis der Schmerz nachlässt. Das dauert mindestens 15 bis 20 Minuten. Das Gesicht kann mit feuchten Tüchern gekühlt werden, die Atemwege müssen frei bleiben.Spätestens jetzt sollte der Notarzt gerufen werden. Nach der Kaltwasserbehandlung müssen die Wunden mit einem sterilen Verband abgedeckt werden, um eine Infektion zu vermeiden.


Abkühlenden Grill im Auge halten
Übrigens: Verbrennungen können auch abkühlende Grills verursachen. Deshalb gilt: Grillgeräte nicht unbeaufsichtigt ausglühen lassen! und keine Reste in Kunstsoffeimer werfen. Am besten löscht man Restglut und Asche mit Sand ab und entsorgt alles am nächsten Tag in Ruhe.

Brennendes Fett darf nie mit Wasser abgelöscht werden, da sonst Stichflammen entstehen, und sich der Brand weiter ausdehnt.

Also: Fettbrände am besten mit einer Löschdecke ersticken oder mit dem Feuerlöscher für Fettbrände bekämpfen.

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